Bericht von Roland Rothen
Kurz vor 8 Uhr treffen wir uns alle beim Bahnhof Grosshöchstetten, per Bahn geht’s via Konolfingen, Bern, Neuenburg nach Cernier im Val de Ruz, nach einer kurzen Busfahrt erreichen wir unseren heutigen Ausgangspunkt, ab hier wird gewandert, vorerst gibt es noch den obligaten Kaffeehalt mit ½ Gipfeli.
18 Personen, 10 Frauen, 6 Männer beginnen nun die Wanderung unter der kundigen Leitung von Ute Meerstetter und Markus Sinniger, dafür bedanken wir uns herzlich!
Wir erreichen den Park Evologia, botanisch, kulturell sowie landwirtschaftlich äusserst interessant, leider fehlt uns da die Zeit um die Besichtigung vertieft anzugehen. Wir marschieren an Kunstwerke vorbei, die überdimensional einen Käfer, ein Vogel, eine Hand etc. darstellen, zum Teil alles aus Weiden geflochten.
Weiter geht’s durch die Talebene des Val du Ruz zum Dorf Engollon mit der ältesten Kirche im Kanton Neuenburg, erstmals erwähnt im Jahr 1228. Im Mittelalter war Engollon das religiöse Zentrum des ganzen Val-de-Ruz. Besonders bekannt ist die Kirche wegen ihrer Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Heute gehört die Kirche zu den geschützten Kulturgütern der Schweiz.
Wir wandern bis zum Waldsaum hoch, von da kommt dann der finale Aufstieg, ca. 350 Höhenmeter bis zum Gipfel, oder besser gesagt Krete.
Vorerst gibt’s noch den verdienten Mittagshalt mit Verpflegung aus dem Rucksack.
Zirka 1 ½ Std. Aufstieg, angenehm steigend, immer im kühlen Wald.
Wir erreichen die Krete des Chaumont (1180m) dann mehr oder weniger flach bis zur Standseilbahn.
Die meisten von uns ersteigen noch den bekannten Aussichtsturm (1912) erbaut. Eine fantastische Aussicht auf den ganzen Neuenburgersee, das Mittelland und bei guter Sicht die Alpenkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau bietet sich an. Der Chaumont ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte der Region.
Ein kurzer trinkhalt, dann fahren wir mit der Bahn runter nach Neuenburg, wir sind alle froh, dass wir den Abstieg nicht zu Fuss bewältigen müssen, …..steil, steil!
Eine kurze Busfahrt bringt uns zum Gare du Nord, Neuenburg.
Den Aufenthalt bis zur Abfahrt des Zugs verkürzen wir uns mit einer wohlverdienten Glace.
2 Wanderinnen verlassen uns schon in Neuenburg, die restlichen besteigen den Zug nach Bern, Brünnen (infolge Umbau) mit dem Tram zum Europaplatz und von da mit der S-Bahn über Bern nach Konolfingen, wir verabschieden uns von Priska, Daniela und Jonas, wir steigen um und fahren weiter nach Grosshöchstetten.
Eine wunderschöne Wanderung, ein ereignisreicher schöner Tag, geht für uns alle zu Ende.
Um 7 Uhr 45 Uhr war Besammlung in Grosshöchstetten. Mit dem Zug ging
es nach Bern und dann zum Ausgangsort der Wanderung nach Düdingen. Im
Bahnhofbuffet von Düdingen gab es zuerst einen Kaffeehalt und dann
ging es entlang des Düdingerbaches zum Klangweg. Erste interessante
Informationen über diesen Themenweg gab es von Barbara
Der Sinn- und Klangweg ist eine besondere Themenwanderung zwischen
Düdingen und Freiburg und verbindet Naturerlebnis mit kulturellen und
akustischen Entdeckungen. Auf einer Strecke von etwa knapp 11
Kilometern führt die Route entlang des idyllischen Schiffenensees und
lädt dazu ein, in eine sphärische Welt der Sinne einzutauchen. Der Weg
mit den 15 interaktiven Klangobjekten war sehr eindrücklich. Auch wenn
es ab und zu leicht regnete, konnten wir diese Wanderung geniessen.
Kurz vor der Brücke über die Autobahn ging es zum nächsten Highlight.
Eingegraben in eine Felswand, hoch über dem Schiffenenstausee in Räsch
bei Düdingen, liegt die Magdalena-Einsiedelei. Der Ort gehört zu
Freiburg grossen Sehenswürdigkeiten und ist in ihrer Form schweizweit
einzigartig. In dieser idyllischen Umgebung war der Mittagshalt. Kurz
darauf begann es stärker zu regnen, weshalb einige von uns das
Mittagessen drinnen in der Grotte einnahmen. Wiederum erzählte Barbara
über diesen geschichtsträchtigen Ort.
Nach der Besichtigung der Magdalena Einsiedelei ging es unter der
Autobahn durch und wir wanderten Richtung Grandfey-Brücke. Die Brücke
beeindruckt die Menschen schon seit langer Zeit. Unter anderem auch
deshalb, weil der Graben auf einer Fussgängerbrücke unter den Gleisen
zu Fuss überquert werden kann. An beiden Enden der Fussgängerbrücke
befindet sich eines der wichtigsten Werke des Minimalismus in der
Schweiz. Es wurde 1988 vom Künstler Richard Serra realisiert. Die
Erklärungen über das grandiose Bauwerk machten wiederum Barbara und
das ausgezeichnet.
Entlang der Eisenbahnlinie ging es zum Abschluss der Wanderung in die
‘Auberge aux 4 Vent’. Ein Restaurant mit viel Charme und gerade
richtig für den Abschluss dieser wunderbaren Wanderung.Mit vielen
Eindrücken über Natur, Kultur, Geschichte und Architektur ging es
zurück nach Grosshöchstetten. Vielen herzlichen Dank an Barbara und
Markus für die ausgezeichnete Organisation. Othmar
6 Bio Biker: Peter, Martin, Rico, Ruedi, Philipp, Ueli
Streckenverlauf: Start in Grosshöchstetten – Steinen – Finstergraben – Schüpbachsageli – Stockernhüsi – Chapf weiter über Wanderwege nach Eggiwil – Aeschau – Mutten – Zäziwil – Mirchel – Grosshöchstetten
Länge: 40 km
Dauer: 5 h
Aufstieg: 800 m
Schlusstrunk: Im Retaurant Pintli in Mirchel
Wetter: Warmer Frühlingstag 22°
Mittwoch 29. April 2026 Wanderung Boll-Krauchthal auf dem Jakobsweg
Um 10 Uhr war Besammlung in Grosshöchstetten. Das Postauto brachte uns (10 Personen) nach Worb, dort stiegen wir in das Worbbähnli. Im Boll warteten zwei weitere SAC-ler auf uns. Ute Meerstetter leitet die Tour und Barbara Hofer macht den Schluss. Ute begrüsste im Boll zum ersten Teil des Jakobsweges.
Gemütlich wanderten wir den alten Utziger hinauf zum Weiher und dann hinauf zum Schloss und Altersheim Utzigen. Von dort führt eine Treppe hinauf zum Hubel. Dort zeigte sich die prächtige Aussicht auf den Bantiger und den Dentenberg. Flach ging es weiter über die Almit, beim Waldeingang Pt. 825 machten wir Mittagsrast. Weiter marschierten wir im schönen Wald durch den Wull. Beim Sonnenrain am Waldrand zeigten sich wieder die Hügel und Heimwesen auf der gegenüberliegenden Seite vom Lindental. Die Sonne zeigte sich kaum aber wir blieben trocken. Im Tannenboden tauchten wir wieder in den Wald bis auf der andern Seite der Blick hinunter auf das Dörflein Tanne im Lauterbachtal frei wurde. Dann führte uns der Weg hinab zum Betrieb Schwändi welcher früher zu der Straffanstalt Torberg gehörte. Im alten Spicher lud der Hofladen zum «schnöiggen» ein. In Sichtweite der Strafanstalt erzählte uns Ute die Geschichte vom Torberg: Burgherren und später Mönche walteten dort über viele Jahre bis Bern den Torberg übernahm und Landvögte einsetzte. Es entstand eine Armenfürsorge- und Zwangserziehungsanstalt, welche sich später zum Gefängnis entwickelte. «Der höchste Berg im Kanton Bern sei der Torberg, weil es so lange dauert bis man wieder unten ist». Ute führt uns neben dem Gefängnis durch zu der Busshaltestelle Krauchthal. Über Hueb gelangen wir nach Bolligen und per Bahn und Postauto zurück nach Grosshöchstetten. Herzlichen Dank an Ute und Barbara für diese schöne Wanderung. Hans und Rosmarie