Von Huttwil nach Willisau, auf der Via Jacobi
Mittwoch, 26.08.2026
(LK 1128, 1129) )
Nur eine Stunde Hinfahrt ab Grosshöchstetten bedeutete zweimal einen Zug und zweimal ein Postauto zu benützen, also dreimaliges Umsteigen.
In Huttwil war unsere Gruppe auf 7 Frauen und 7 Männer angewachsen. Im ruhigen Garten des Restaurants Bahnhof begrüsste uns Ute zum Startkaffee.
Kurz nach neun Uhr machten wir uns auf den Jakobsweg. Die heutige Etappe führte uns durch kleine Weiler, immer wieder abwechselnd durch Wald und über offenes Feld. Lediglich in Ufhusen streiften wir den Rand eines grösseren Dorfes.
Nach den vier Hitzephasen dieses Sommers, und etwas Regen in den letzten Tagen, erstaunten uns Herbstzeitlosen und zahlreiche Feldchampignons am Wegesrand. Sogar eine jugendliche Natter verliess das Unterholz und ringelte sich auf unserem Weg.
Im Laufe des 16 km langen Teilstückes auf der Via Jacobi begegneten uns nur vier „Pilger“. Dazu zählten zwei Wanderinnen, die 4 Tagesetappen am Stück unter die Füsse nahmen.
Unterbrochen durch kurze Trinkpausen erreichten wir nach fordernden 3,5 Std. einen kühlen Waldrand für die ersehnte Mittagspause. Und zwar genau dort „wo der Hund begraben ist“; im wahrsten Sinn des Wortes. Eine Gedenktafel an einen Jagdhund liess darauf schliessen.
Die letzte Wanderstunde führte uns auf den Dorfhügel von Willisau, von wo sich uns eine eindrückliche Sicht auf den weitläufigen Ort bot. Die Kirche Peter + Paul dominiert die kleine mittelalterliche Altstadt, neben der die ältere Heilig-Blut-Kapelle fast verschwindet.
Die gesamte Wanderstrecke war bezeichnet durch ein Auf und Ab, mit dem Start auf 628 m, dem höchsten Punkt „Feldmatt“ auf 719 m und dem tiefsten in Willisau mit 555 m.ü.M.
Nach einem Blick in die Heilig-Blut- „Sühnekapelle“ mit ihren drei mächtigen barocken Altären gab es nur ein Ziel, das Café Amrein. Seit 170 Jahren werden hier, im Herzen der Altstadt, Willisauer-Ringli hergestellt. Ute versorgte uns mit entsprechenden Versucherli.
Gegen 16 Uhr machten wir uns - auf verschiedenen Gleisen - auf den Heimweg.
Ute Meerstetter hat uns einen perfekt organisierten Wandertag geschenkt.
Ihr und dem Co-Leiter Klaus Bühler gebührt unser herzlicher Dank!
Peter Freiburghaus
Tourenwoche SAC Grosshöchstetten – 10.–15.08.2026
Via Glaralpina, Teile der Etappen 8 bis 12
Teilnehmer: Astrid, Ruth, Helena, Marianne, Elisabeth, Ruth, Erika, Barbara, Martin, Peter, Stefan, Robert, Ruedi, Rico
Tag 1 / Montag, 10.08.2026
Urnerboden/Bergstation Fiseten – Gamsfairenjoch – Gamsfairenstock – Claridenhütte
6,6 km, 874 m Auf, 464 m Ab, 3 h 25
Morgens um halb sechs in Grosshöchstetten: noch ruhig, noch ein bisschen verschlafen – aber in der Gruppe lag sofort dieses besondere Kribbeln in der Luft, wenn sich alle am Bahnhof treffen. 05:35 waren wir bereit. Die gemeinsame Vorfreude – diese Mischung aus Abenteuerlust, Teamgefühl und „heute schaffen wir das“ – hat uns gleich zusammengeschweisst.
Um 05:43 ging es planmässig mit dem Zug Richtung Bern los. Doch dann der erste Dämpfer: Zwischen Worb SBB und Gümligen kam es zu einer technischen Störung. Plötzlich stand fest, dass wir den Zug verlassen mussten – und die Stimmung hätte kippen können. Stattdessen haben wir das Ungeplante als Teil des Abenteuers angenommen. Die Durchsage war klar:
„Liebe Fahrgäste wegen einer technischen Störung zwischen Worb SBB und Gümligen bitte alle Fahrgäste aussteigen.“
Trotz Hektik blieb der Zusammenhalt spürbar: kurz sortieren, sammeln, helfen, nachfragen – und weiter ging’s. Mit dem Postauto nach Worb Bahnhof und dann mit der RBS zum Bern Hauptbahnhof setzten wir unseren Weg fort. Dort warteten bereits die anderen Teilnehmer – ein kleines Wiedersehen wie ein Startschuss. Man sah es: Die Entschlossenheit war da, und die Gruppe wirkte noch enger.
Am Ende liess uns das Routing über Zürich HB – Linthal – Urnerboden nicht ganz pünktlich werden: ca. eine Stunde Verspätung. Aber genau diese kleine Extra-Zeit hat uns sogar gutgetan, denn in der Gruppe wurde das Warten zu einem Austausch: Geschichten, kurze Planungen, Lachen über die Umwege – und immer wieder dieser Blick nach draussen, als würde das Wetter schon winken.
Mit Verspätung, aber guter Energie, kamen wir in Urnerboden an – ca. 10:50. Das Wetter war einfach top: klare Sicht, freundliche Luft, dieser kräftige Bergtag, der sich schon von weitem anfühlt. Die Vorfreude wuchs, als es zur Luftseilbahn ging – hoch in Richtung Fiseten. Oben angekommen, war der Moment da, auf den alle hingearbeitet hatten: Start Wanderung ca. 11:45 Uhr.
Von der Bergstation Fiseten führte uns der Weg weiss-blau hinauf – erst steiler, dann immer lohnender. Die Gruppe fand schnell ihren Rhythmus. Einer vorne, einer achtet, dass niemand zurückbleibt, und immer wieder kurze Rückblicke: aufeinander. Das war Wandern – aber auch Gemeinschaft.
Der Weg nahm uns mit über das Gamsfairenjoch (2816 m) weiter zum Gamsfairenstock (2972 m). Oben angekommen spürte man: Hier ist jeder Schritt richtig gewesen. Die Höhe, die Weite, die Ruhe – und gleichzeitig dieses lebendige „wir sind zusammen hier“.
Von dort ging es zurück zum Gamsfairenjoch, und schliesslich immer weiter zur Clariden-Hütte (2453 m). Technisch war es eine herausfordernde Runde, aber sie fühlte sich nicht wie Last an. Mit 6.6 km, 874 m Aufstieg, 464 m Abstieg und einer Wanderzeit von ca. 3.25 Stunden war es genau die Mischung, die man sich wünscht: fordernd, aber belohnend – und so, dass man danach noch genug Energie hat, um den Tag und das Apero zu geniessen.
Als wir der Clariden-Hütte näher kamen, war die Stimmung besonders warm. Nicht nur wegen der Anstrengung – sondern weil man es sehen konnte: Diese Gruppe trägt sich. Trotz Zugstörung, Umstieg und Verspätung war das Ergebnis das, was zählt – ein gemeinsamer Bergtag, bei wunderbarem Wetter, mit echter Dynamik und einem Gefühl von „das haben wir zusammen geschafft“.
Autor: Rico Schenk
Tag 2 / Dienstag, 11.08.026
Claridenhütte, 2457 m ü. M., zur Planurahütte 2947 m ü. M.
9,4 km, 1199 m Auf, 712 m Ab, 4 h 54
Bei schönstem Wetter, Abschied nehmend von den Hühnern und Grigio dem Hüttenhund, machten wir uns auf den langen Weg zur Planurahütte. Auf der Strecke zur Beggilüggi entdeckte Stefan als Einziger an einer Felswand ein beeindruckendes Fossil. Wir Unaufmerksamen konnten es später nur noch auf seinem Phone bewundern. Am Talgrund angekommen, rasteten wir am Oberstafelbach. Eine gute Gelegenheit, die schon heissen Füsse zu kühlen. Die rosa blühenden Weidenröschen bildeten einen farbigen Kontrast zum Schutt des Bachbettes.
Noch ahnten wir nicht, wie lang der Weg zu unserem Ziel sein würde. Bald wurde es steiler und anspruchsvoller, immer bergauf über die geröllige Moräne. An ausgesetzten felsigen Partien gaben uns Ketten die nötige Sicherheit und halfen uns, schwierige Stellen zu überwinden. Auf einem mit Gras bewachsenen Vorsprung machten wir Mittagsrast und realisierten erst nach einer Weile, dass wir von Edelweiss umgeben waren.
Weiter ging es den Berg hinauf, die Sonne liess den Schweiss in Strömen fliessen und gar Manche zweifelten, ob da wirklich noch einmal eine Hütte auftauchen würde. Was sich dann plötzlich unseren Augen präsentierte, liess alle Mühe vergessen. Ein Windkolk, auch Gletscherkolk, Schneetrichter oder als Windsichel bezeichnet, 50 Meter hoch und ungefähr 500 Meter lang, liess uns staunen über dieses Naturphänomen. Der Kolk befindet sich vor dem 3006 Meter hohen Hinter Spitzalpelistock und bildet das eine Ende des Hüfifirns, des grössten Gletschers im Kanton Uri. Pesche erklärte uns, ein Kolk sei ein Freiraum im Schnee oder Gletscher. Er entstehe, wenn starker Wind an einem natürlichen Hindernis (wie ein Fels) vorbei fege. Durch die Windströmung werde der Schnee ständig weggeblasen, wodurch ein riesiger kessel- oder bogenförmiger Trichter entstehe. Noch wartete die letzte Strecke, steil und mit Ketten versehen, auf uns, bevor wir die Planurahütte endlich erreichten.
Zur Erfrischung steht den Gästen in dieser Hütte ein einziges Waschbecken zur Verfügung. Aus dem Wasserhahn fliesst nur ein dünnes Rinnsal. Was uns bewusst werden liess, genügend fliessendes Wasser ist nicht selbstverständlich, schon gar nicht in dieser Höhenlage. Wie könnte man einen Tag schöner beenden als mit einer Aussicht auf eine beeindruckende Gletscherwelt und einen wunderschönen Sonnenuntergang?
Autorin: Barbara Hofer
Tag 3 / Mittwoch, 12.08.2026
Planurahütte – Fridolinhütte, Besuch in der Grünhörnhütte
10,7 km, 860 mAuf, 1370 m Ab, 5 H
Um 06.40 Uhr blinzelt uns die Sonne neben dem Spitzalpelistock zu und bald darauf treten wir frisch gestärkt um 07.30 Uhr sorgfältig den Abstieg an. Wehmütig verabschieden wir uns von der eindrücklichen Gletscherwelt.
Da uns der steile Anstieg vom Vortag beeindruckt hat, wird eine Person am kurzen Seil gesichert. Um 09.30 Uhr auf ca. 2400m Höhe werden wir auf einen Ur-Ruf der Natur aufmerksam gemacht. Auf einer schräg gestellten Schichtplatte des sogenannten Röti-Dolomits erkennen wir mit dem Feldstecher ganz leicht die Saurierspuren eines Thecodontiers aus der Trias, vor 250-205 Millionen Jahren. Im ganzen Tödigebiet befinden sich 200 solche Fussabdrücke.
Etwas weiter unten auf einem grünen Plätzchen rasten wir kurz und geniessen das Rauschen der nahen Bäche. Bei der Abzweigung zur Fridolinshütte überqueren wir den Oberstaffelbach 2x, der sich bereits tief in eine Schlucht gefressen hat. Wir steigen wieder 200m durch grüne Matten hoch, bleiben mit leichten Auf und Ab`s über Felsbrocken, Matten und kleinem Bächlital auf diesem Höhenweg bis zum Ochsenstock. Hier sichten wir die Fridolinshütte auf 2110m, die wir dann 13.30 Uhr erreichen.
Um 14.00 Uhr steigen 10 Leute unserer Gruppe zur Grüenhornhütte auf 2449m hoch; im oberen Teil mit Ketten gesichert. 1869 wurde hier die erste SAC-Hütte, eine bescheidene alpine Unterkunft ohne Schlafplätze erbaut, die Ausgangspunkt auf den Tödi war. Schon wieder wertvolle Zeichen aus der Vergangenheit.
Wohltuend reinigend geniessen wir das Bad im Seeli wenig unterhalb der Fridolinshütte. Somit erscheinen alle wirklich sauber beim Apéro und anschliessendem Nachtessen.
Um 20.00 Uhr können wir die Sonnenfinsternis nur per Livestream verfolgen, da wir von diesem Standort keine Weitsicht haben. Bei Spiel und Schnäpsli lassen wir den Abend ausklingen.
Autorin: Elisabeth Suter
Tag 4 / Donnerstag, 13.08.2026
Fridolinhütte – Hinter Sand – Tierfehd (mit Taxi) – Bergstation Kalktritt (Seilbahn) - Muttseehütte
Vormittags: 4,5 km, 830 m Ab, 1 h 50
Nachmittags: 4,4 km, 720 m Auf, 2 h
Der Tag begann frühmorgens um 06:00 Uhr — und zwar mit Druck auf der Uhr. Um 10:00 Uhr mussten wir im Hinter Sand stehen, wo uns das Alpentaxi für die Fahrt nach Tierfehd abholen sollte. Trödeln lag also nicht drin. Nota bene marschierten wir zwei Minuten zu früh, um 07:28 Uhr los — nach einer freundlichen Verabschiedung durch die Hüttenwartin Lisa.
Wie schon mehrfach erlebt, war der Weg zu Beginn steinig und geröllig, wechselte dann aber bald zu frischem Grün. Ideal für die zahlreichen Schafe, die weiss und schwarz auf einer schönen Alpwiese weideten. Fast wie aus dem Bilderbuch — wäre da nicht das viele braune Geschäft gewesen, das die Tiere auf dem Wanderweg hinterliessen. Ganz anders die vielen Murmeltiere, die putzig den Talboden zum Spielen nutzten.
Die Fahrt mit dem Alpentaxi war eindrücklich, besonders wegen der Pantenbrücke über der Linthschlucht. Bei dieser Doppelbrücke wurde die neuere Brücke auf die ältere aufgesetzt. Als wir nach rund 30 Minuten in Tierfehd angekommen waren, verabschiedeten wir uns von Marianne, die sich auf die Heimreise machte. Die Axpo-Infrastruktur in Tierfehd wurde unterschiedlich genutzt: wer wollte, konnte im Hotel Tödi duschen, auf der Hotelterrasse einkehren oder Infotafeln studieren. Für alle zwingend war dann aber die siebeneinhalbminütige Fahrt mit der Personalbahn zum Kalktritt, bei der wir 1053 Höhenmeter überwanden.
Das steile und ausgesetzte Gelände führte über die Bergstation hinaus. Damit war der T3-Weg einmal mehr mit Ketten gesichert. Mein Apéro-Kollege Robert sah diese Klassifizierung kritisch und vermutete, dass kommerzielle Interessen oft zulasten der Sicherheit gehen.
Der steile Aufstieg zum Hochplateau mit der Muttseehütte und dem Stausee hatte es in sich — doch oben warteten dieses Panorama, diese Weite, dieser Moment: Wow! Weitere Highlights folgten je nachdem: ein kühles Panaché, ein Bad im Bergsee, die Helikopter-Einsätze, der Apérowein mit dem sprechenden Namen «Wein einer Nacht», die «brewbee»-Tschipps, der Apfel-Zitronen-Traum, der Blick hinunter zum Limmerensee, der Sonnenuntergang vom Muttenchopf — oder der Likör des Hauses.
Autorin: Ruth Zihlmann
Tag 5 / Freitag, 14.08.2026
Muttseehütte – Kistenhütte – Muttenberge (Teil der Gruppe) – Kistenpasse – Bifertenhütte
Gipfel: Kistenstöckli
7,6 km, 365 m Auf, 420 m Ab, 2 H 30 (exkl. Muttenbergen / Kistenstöckli)
Das tägliche Morgenritual wurde heute um ein rhythmisches Warm-up ergänzt. Gegen acht Uhr versammelten wir uns unweit der Muttseehütte im Kreis zum legendären «Schüttel-Rap». Stefan inszenierte ihn als schwungvollen Bewegungs- und Sprechgesang für gute Frauen und gute Typen – und so starteten wir mit reichlich positiven Vibes in unseren fünften Wandertag.
Als Erstes überquerten wir die 1054 Meter lange und bis zu 36 Meter hohe Staumauer. Sie ist nicht nur die längste der Schweiz, sondern fällt auch durch ihre markante V-Form auf. Diese folgt dem Verlauf des natürlichen Sees und schont gleichzeitig geschützte Feuchtgebiete. Die Mauer besteht aus 68 Betonblöcken; auf ihrer Südseite befindet sich die grösste alpine Solaranlage der Schweiz. Auf rund 2500 Metern über Meer gelegen, gilt sie zudem als höchstgelegene Staumauer Europas.
Der Aufstieg zur Kistenpasshütte (2714 m) war, wenig überraschend, geröllig, steinig und mit Ketten gesichert. Astrids Empfehlung zum «konzentrierten Laufen» erwies sich angesichts des ausgesetzten Geländes als ausgesprochen treffend. Unterwegs wurden wir reich belohnt. Junge und ausgewachsene Steinböcke sowie Bergziegen, schätzungsweise 30 Tiere, kreuzten unseren Weg. Bei der Hütte angekommen, teilte sich die Gruppe: Die einen gönnten sich Bialetti-Kaffee und andere Stärkungen, während die anderen zu den Muttenbergen (2955 m) weiterwanderten.
Die Kistenpasshütte selbst klebt wie ein Adlerhorst am Felsen und bietet gerade einmal 14 Personen Platz. Umso beeindruckender, dass 18-Stunden-Tage für Hüttenwartin Ramona offenbar keine Seltenheit sind.
Treffpunkt der beiden Gruppen war die Bifertenhütte (2482 m). Für einige begann dort der gemütliche Teil des Tages, für andere stand ab 15:00 Uhr das ikonische Kistenstöckli (2748 m) auf dem Programm. Teilweise «steil wie verrückt» und mit Ketten und Seilen gesichert, war der Aufstieg auf den markanten Tafelberg erneut eine Herausforderung. Die mit Steinmännchen übersäte Gipfelfläche bot uns eine grossartige Rundumsicht und wirkte etwa halb so gross wie ein Fussballfeld.
Den Apéro hat uns Fritz Hofer gespendet, der leider aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben musste. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön.
Zum Nachtessen verwöhnte uns die Hüttenwartin mit einem feinen Szegediner Gulasch. Das Gericht stammt aus Ungarn und war ursprünglich ein Hirtengericht. Quittenschnaps, Röteli oder simpler Kräutertee rundeten unseren letzten Abend in den Bergen stimmungsvoll ab.
Autorin: Ruth Zihlmann
Tag 6 / Samstag, 15.08.2026
Bifertenhütte – Val Frisal – Alp Nova - Brigels
14 km, 404 m Auf, 1601 m Ab, 4 H 30
Nach einem reichhaltigen Frühstück starten wir den Abstieg um 7.30h nach Brigels. Zuerst runter zum Flem, unterwegs begegnen wir einem Hirten der auf die Alp ist und wir schwatzen mit ihm.
Unten am Fluss angekommen, entschieden wir uns übers Val Frisal nach Brigels zu wandern. Ein wunderschönes Tal mit einem rauschenden Fluss und einer Alp mit Kühen, kaltem, glasklarem Wasser. Gut, dass hier vor vielen Jahren ein negativer Entscheid zu einem Bau einer Staumauer gemacht wurde.
Als Gruppe wandern wir oben durch zurück zu unserem Ausgangspunkt. Unterwegs begegnen wir erneut einem Bergler der uns zu einem erfrischenden Getränk einlud, leider mussten wir aus Zeitgründen ablehnen. Unten angekommen dürfen wir unabhängig voneinander nach bis Brigels wandern. In Brigels angekommen fällt einigen ein neugeborenes Kalb auf, das noch sehr wackelig auf den Beinen steht und die Nabelschnur noch zu sehen ist.
Wir gehen zu unserem Treffpunkt, der im Vorfeld vereinbart worden ist und treffen dort den Rest der Gruppe. Wir warten gemeinsam auf den Bus und treten die Heimreise an.
Autorin: Helena Hirter
Liebe Mitwandernde,
ganz herzlichen Dank für euer Dabeisein; es war eine super gute Woche mit euch.
Euer Leiterteam Pesche & Astrid
Wird das Motto unserer Wanderwoche Juf 03.08 bis 08.08.2026
Aus verschiedenen Richtungen angereist treffen wir uns alle in Burgdorf von wo aus die Reise weitergeht über Chur, Thusis, Andeer bis wir um die Mittagszeit bei der Roflaschlucht ankommen. Nach einer Stärkung im Restaurant erwartet uns ein erstes erinnerungswürdiges Erlebnis. Die spannende Entstehungsgeschichte dieser Schlucht, durch 8000 Sprengladungen, haben wir bereits gelesen. Nun geht es auf ebenem J Weg und durch Unterquerung des Rheins, der eindrücklichen Schlucht entlang, bis zu einem tosenden Wasserfall (wir staunen, dass überhaupt noch so viel Wasser vorhanden ist). Die Schönheit der Natur haben wir ein erstes Mal gesehen, gehört und gefühlt!
Gegen den frühen Abend kommen wir im Gasthaus Alpenrose an, wo wir uns willkommen und gut aufgehoben fühlen. Vor dem feinen Abendessen unternehmen wir einen kurzen Spaziergang hinein ins Tal und sehen bereits ein erstes Mal Murmeltiere.
Bei einem angenehmen kühlen Luftzug geht es dann mit viel Vorfreude auf die kommenden Tage ab ins Bett.
Edith und Ernst Aeberhard
Tourenbericht, Dienstag, 04.08.2026
von Brigitte Bachmann, Rosmarie Studer
Campsut – Lago di Lei-Val digl Uors, T2, ziemlich anstrengend, Aufstieg 530Hm, Abstieg 654Hm, 3h40, 8,4km,
Mit Bus bis Campsut- Aufstieg zum Passo del Scengio, Pt.2168m, Besichtigung des Inforama beim Kraftwerk Pt.1961, Abstieg Alpe Motta 1918, Pt.1842 Abzw. Val digl Uors Pt, 1553, Bus zurück nach Juf.
Leitende: Ute Meerstetter, Markus Sinniger
Am Morgen standen wir, noch etwas verschlafen nach der 1. Nacht über 2000 m über Meer, und vor 8 Uhr an der Postautostation in Juf. Die eindrucksvolle Fahrt folgte dem Lauf des Jufer und des Averser Rheins. Steil abfallende Felswände geformt von Wasser und Eis. In der steil abfallenden Schlucht schimmerten smaragdfarbene Wasserbecken. Es boten uns spektakuläre Einblicke, was in tausenden von Jahren hier entstanden ist. Wahrlich unserm Wochenmotto entsprechend: Willst du wissen, was Schönheit ist,
so gehe hinaus in die Natur, da findest du Sie. Von Albrecht Dürer
Nach der 20-minütigen Fahrt nach Campsut erwartete uns zuerst eine kurze Aufwärmrunde geleitet, mit viel Humor, von Markus Sinniger.
Ute Meerstetter führte uns wie immer souverän und sicher den steilen, jedoch abwechslungsreichen Aufstieg von 530Hm, 2h30 den Berg hinauf zum Passo del Scengio. Über Lerchenwälder und Blumenwiesen, z.B. Schwalbenschwanz Enzian, erreichten wir den blau schimmernden, schon in Italien liegenden Stausee, Lago di Lei. Dieses in den 50-60igern erbaute Kraftwerk ist das einzige länderübergreifende Projekt in Europa. Die riesige, wunderbar geschwungene Staumauer liegt in der Schweiz. Dafür musste sogar die Grenze von Italien und der Schweiz verschoben werden! Ein Meisterwerk der Baukunst und der Zusammenarbeit mit unserem italienischen Nachbarn!
Im Bergrestaurant Baita del Capriolo wurden wir mit italienischen Spezialitäten verwöhnt.
Gestärkt nahmen wir den teilweise steilen Abstieg von 654Hm über die „Alpe Motta“ zur Bushaltestelle „Val digl Uors“ in Angriff. Bären begegneten wir zum Glück keinem! Das zuverlässige Postauto brachte uns nach der 4-stündigen Wanderung zurück nach Juf.
Nach erfrischender Dusche und einem geselligen Apéro erwartete uns ein schmackhafter 4-Gänger, mit viel Liebe gekocht von unserem Gastgeber Raymundo. Ute vermittelte noch einen kleinen Einblick in die Kultur der ansässigen Walser, ihrer Geschichte und Sprache. Erstaunliche Menschen die hier in bescheidenen Verhältnissen lebten.
Mit Spiel, Spass und einem Liedchen endete der Abend.
Mittwoch, 5. August 2026
Alte Aversstrasse von Cresta nach Innerferrera
Distanz 11.8 km, Aufstieg 313 Hm, Abstieg 794 Hm, warmer Sommertag, ca. 25°C
Teilnehmende: 9 Frauen und 2 Männer
07.54 h verlassen wir mit dem Postauto Juf und fahren bis Cresta im Averstal, die 6. Haltestelle nach Juf. Start in Cresta (1960 m, Hauptort der Gemeinde Avers). Auf dem Parkplatz machen wir eine Dehnungsübung und gehen weiter zur reformierten Kirche aus dem 14. Jahrhundert, genannt Edelweisskirche.
Vor der Kirche kommen wir in Genuss von ein paar Turnübungen, angeleitet von Eliane, danke Eliane. Gestärkt beginnen wir die Wanderung auf der alten Averserstrasse.
Die alte Averserstrasse führt von Juf das Tal hinunter bis zur Rofflaschlucht. Juf ist die höchstgelegene, ganzjährig bewohnte Siedlung in der Schweiz. Der historische Verkehrsweg wurde 1895 erbaut. Durch den Bau des Staudammes in den 1950er Jahren im Valle di Lei kam das Averstal zu einer modernen, asphaltierten Strasse. Nach etwa 45 Minuten sehen wir die sogenannte Lezibrücke, eine Bogenbrücke aus Stahlbeton. Sie überquert die Schlucht des Averser-Rheins.
Kurz nach 10 Uhr gönnen wir uns eine Pause im Gasthaus Walserstuba in Cröt. Und weiter geht es. Unsere abwechslungsreiche Wanderung lässt keine Wünsche offen. Bergblumen, Himbeeren und Heidelbeeren säumen den Weg.
Wir erreichen die historische Steinbogenbrücke aus den 1890er Jahren, die Punt di Val di Lei (1570 m), direkt an der Grenze zu Italien. Sie liegt unterhalb der modernen Betonbrücke Ponte del Mut d'Avers.
Ca. um 14 Uhr erreichen wir unser Ziel, Innerferrera (1479 m).
Mit dem Postauto fahren wir zurück nach Juf.
Doris Sägesser und Markus Sinniger
Donnerstag, 6. August 2026
Marianne Zwahlen
Juf - Stallerberg - Flüeseen
Heute starten wir das erste Mal um 8 Uhr direkt von Juf aus. Schon bald blinzelt die Sonne hinter dem Grat hervor und blendet uns beim Einturnen mit Markus. Danach steigen wir steil hoch durch Matten mit Bergblumen. Auffällig sind immer wieder die Schwalbenschwanzenziane. Um 9.50 kommen wir auf dem Stallerberg an (2580m). Der Blick öffnet sich gegen den Julier und den Albula. Nach weiteren 45 Minuten erreichen wir auf einem recht schwierigen Weg durch Geröll die Fuorcla da Faller (2838m). Unterwegs fallen mehrere ausgetrocknete Seen auf. Nun steigen wir zum oberen Flüesee hinunter und picknicken. Drei Unerschrockene geniessen ein Bad im See. Auch ein Plastiksack und ein Riegel landen im Wasser. Doch der Wind treibt beides wieder an Land. Bevor wir den steilen Abstieg unter die Füsse nehmen, dehnen und strecken wir unsere Beine. Um 14.20 Uhr sind wir in Juf zurück und geniessen den Nachmittag an der Sonne. Am nächsten Tag hat, dank den Turnübungen, tatsächlich kaum jemand Muskelkater.
Freitag, 7. August. 2026
Murmeltierweg, Bergalgatal
Route: Juf (2126 m) - Punkt 1989 m – Murmeltierweg - Trütschbode - Olta Stofel (2074 m) - Bergalgapass (bis Punkt 2363) - gleicher Weg zurück.
Zum Tourenstart werden wir in eine geheimnisvolle, mystische Stimmung versetzt. Im Gegensatz zu allen andern Tagen ist es heute eher dunkel. Kurz nach der obligaten Morgengymnastik (fachmännisch instruiert durch Markus) können wir zum ersten Mal in dieser Woche unsere Regenausrüstung testen. Das Ganze dauerte nur kurze Zeit, musste aber im Verlaufe des Tages mehrmals wiederholt werden. Der Murmeltier-Lehrpfad führt von Avers-Juppa auf einem Naturweg bis zur Alp Hinder Bargalga. Unterwegs öffnet sich der Blick auf eine alpine Landschaft, geprägt von Bergbächen, Weiden und Bergen. Auf 11 Stationen erfahren wir viel Wissenswertes über das Leben der Murmeltiere (Bär = Männchen, Katze = Weibchen, graben bis zu 7m tiefe Löcher.........). Immer wieder werden wir durch grelle Pfiffe auf die putzigen Tiere aufmerksam gemacht. Das Bergalgatal ist eine der murmeltierreichsten Regionen der Schweiz.
Später geniesst ein Teil der Gruppe den Mittagshalt am Leida Bach, und die andern steigen weiter Richtung Bergalgapass bis zum Punkt 2363 hinauf.
In Juppa treffen sich die beiden Gruppen wieder. Dieses Mal zum «kulinarischen» Teil (Bündnernusstorte......). Mit Bus, oder nochmals zu Fuss geht‘s danach zurück nach Juf. Einmal mehr durften wie dank Ute und Markus einen interessanten, erlebnisreichen Tag erleben. Herzlichen Dank.
Eliane Gassmann
Samstag, 8. August 2026 – Abreisetag
Obwohl wir mit dem Postauto erst um 9.50 abreisten, waren die Meisten schon kurz nach 7 Uhr beim Frühstück. Ein letztes Mal genossen wir die grosse Auswahl an Früchten, Müesli-Zutaten, Konfitüren und den feinen Alpkäse.
Nach dem Abrechnen und Packen blieb noch Zeit für einen Dorfrundgang mit Murmelisichtung oder eine Runde Uno. Beim Warten auf das Postauto konnten wir noch einmal ein Spektakel der Gänse beobachten, die nicht ganz so wollten wie die Bäuerin es gerne gehabt hätte.
Auf der Fahrt nach Andeer sahen wir wieder verschiedene Strecken und Punkte, die wir die Tage zuvor erwandert hatten. Dann hiess es umsteigen nach Chur. Das Poschi hatte schon einige Minuten Verspätung, die sich bis 10 Min. steigerten. Auf der Autostrasse staute sich der Verkehr, so dass der Chauffeur ab Thusis auf die normale Strasse auswich.
In Chur kamen wir direkt bei unserem Gleis an, so dass wir nur noch die Rolltreppe hinunter mussten, wo auch unsere reservierten Plätze waren. Mit ein paar Minuten Verspätung ging es bequem und ohne Umsteigen bis Bern. Da verabschiedete ich mich von der Gruppe.
Nochmals herzlichen Dank an Ute, Markus und Barbara für die gut organisierten Tourentage und allen Teilnehmenden für die tolle Kameradschaft.
Romy Bommeli
Freitag, 24. Juli 2026
Schaanwald, Zuschg – Soraja – Sorajasattel - Gafadurahütte
Unsere 2-tägige Wanderung führt uns dieses Mal ins «Ländle» zu seiner Durchlaucht. Neun Personen machten sich am Freitag auf den Weg zu einer zweitägigen Wandertour ins Grenzgebiet zwischen Liechtenstein und Österreich. In Schaanwald angekommen, machten wir uns als Erstes auf die Suche nach einem Startkaffee – schliesslich war unser am weitesten angereistes Mitglied aus dem Wallis bereits in den frühen Morgenstunden aufgebrochen.
Anschliessend füllten wir nochmals unseren Getränkevorrat auf und nahmen den Aufstieg zur Gafadurahütte in Angriff. Die Temperaturen waren bereits am Vormittag hoch, sodass schon bald die ersten Schweisstropfen flossen. Zum Glück führte der Weg schon nach kurzer Zeit durch den schattenspendenden Wald, der für eine willkommene Abkühlung sorgte.
Der Weg schlängelte sich in angenehmer Steigung durch den Wald. Immer wieder eröffneten sich eindrucksvolle Ausblicke über das Rheintal bis hin zum Bodensee. Auf den letzten Höhenmetern Richtung Sarojasattel wurde der Anstieg zunehmend steiler und fordernder. Oben angekommen, wanderten wir entlang der Staatsgrenze zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Republik Österreich über den Sarojasattel und genossen das beeindruckende Bergpanorama.
Während der wohlverdienten Rast kreisten unsere Gedanken bereits um ein kühles Blondes und natürlich um die Frage, was uns in der Gafadurahütte erwarten würde. Im Vorfeld hatten wir nämlich erfahren, dass Hüttenwartin Silke grossen Wert auf Pünktlichkeit legt – das Abendessen wird schliesslich punktgenau um 17.45 Uhr serviert! Da wollten wir nicht zu spät eintreffen.
So machten wir uns an den 279 Höhenmeter umfassenden Abstieg zur Hütte. Der Weg hatte es jedoch noch einmal in sich: Unzählige Wurzeln und teilweise hohe Tritte verlangten unsere volle Aufmerksamkeit und einen sicheren Tritt.
In der Gafadurahütte angekommen, machten wir schon bald Bekanntschaft mit den strengen Hausregeln von Hüttenwartin Silke. Wie auf vielen Berghütten herrscht auch hier akuter Wassermangel. Die sanitären Anlagen konnten deshalb nicht benutzt werden; stattdessen standen Toi-Toi-Häuschen zur Verfügung. Fliessendes Wasser gab es ausschliesslich zum Händewaschen und Zähneputzen – ein eindrücklicher Hinweis darauf, wie kostbar Wasser ist.
Samstag 25. Juli 2026
Gafadurahütte - Sarojasattel - Drei Schwestern - Garsellikopf - Kuegrat - Gafleisattel - Fürstensteig – Gaflei
Nach einem reichhaltigen Frühstück marschierten wir kurz nach sieben Uhr, bei strahlendem Wetter, los.
Steil führte der Weg durch den schattigen Wald auf den Sarojasattel. Hier überschritten wir erstmals die liechtensteinisch/österreichische Grenze.
Bald ging es auf schmalem Felspfad den bizarren Gipfeln entgegen.
Die 3 Schwestern umrundeten wir, nur der Höchsten statteten wir einen Besuch ab.
Weiter ging es über den Garsellikopf, den Kuegrat bis zum Gafleisattel.
Im steilen, ausgesetzten Gelände gaben uns die fixen Seile und Stahlleitern Sicherheit. Mit der nötigen Vorsicht war die Gratwanderung bei unglaublicher Aussicht ein reines Vergnügen.
Gegen Westen genossen wir den Blick ins Rheintal, das Alpsteinmassiv mit Säntis, Altmann und Hohem Kasten, in weiter Ferne das Blau des Bodensees. Gegen Osten, die einsame, wilde Bergwelt der Liechtensteiner und Voralberger Alpen.
Der letzte Teil der Wanderung führte durch den Fürstensteig. Er wurde schon 1878 auf eine hoheitliche Anordnung in den Fels geschlagen. Der Weg ist stark mit Geröll versetzt und da ausgesetzt, stellenweise mit Seilen gesichert.
Müde und zufrieden machten wir uns ab Gaflei auf den Heimweg.
Astrid und Stefan, herzlichen Dank für diese wunderschöne, unvergessliche Tour.
Häusermoos – Huttwil, Jakobsweg Nr. 4, Auf: 250 Hm, Ab: 330 Hm, Dauer 3:20h
Leiter: Ute Meerstetter (Verfasser des Berichts), Barbara Hofer
11 Teilnehmer und 2 Leiter reisen mit Zug und Bus nach Häusermoos.
09:30 Uhr Start der Wanderung in Richtung Unter Waltrigen, vorbei an Blumen geschmückten Bauern Häusern und wunderschönen Gärten, durch den Rotwald über Gärbihof nach Dürrenroth. Ankunft 11 Uhr. Besichtigung des schönen alten Dorfkernes und Picknick im Park bei der Kirche.
Punkt 12 Uhr Weitermarsch. Zuerst Abstieg und wie das im Emmental so ist, geht es auf der anderen Seite den Hoger wieder hoch. Der Chnubel 780m ü.M ist 1380km von Santiago entfernt. Wir setzen unsere Pilgerreise aber auf dem Entgegengesetzten Weg weiter über die Gräte, wo eine leichte Bise, uns nach Kaltenegg begleitet. Der Ausblick bietet uns ein typisches Bild vom Emmental. Hügel, abgemähte Stoppelfelder, Wiesen, Dörfer und immer wieder kleinere Wäldchen und ganz im Hintergrund das Berner Oberland. Vorbei an Zwang Pt 752 führt der Weg durch die Rothaule, ein angenehm kühler Wald. Schon bald geht es leicht abwärts zur Fiechtenmühle und Untere Bäch zum Hof Spycher-Handwerk. Um 14 – 15:15Uhr nahmen wir an einer Haus- und Hof Führung teil. Wir erfuhren viel über die Aufbereitung der verschiedenen Arten von Wolle, vom Scheren der Tiere, bis zum Nähen von Schafwollduvets. Auf dem Hof leben über 100 Tiere. Seltene Arten von Schafen, Ziegen, asiatische Kamele, Wollschweine….
Natürlich durften wir auch einen Blick in eine der wunderschön ausgeschmückten Jurten werfen, die besonders in der Ferienzeit gerne gemietet werden. Ermüdet von der Wanderung und den vielen Eindrücken genossen wir die süssen Erfrischungen im Bistro. Die Heimreise mit Bus und Zug war glücklich und zufrieden.
Auf unserer 4. Etappe des Jakobweges begleiteten uns folgende Zitate:
„Der Jakobsweg ist eine Reise der Seele.“ (Shirley MacLaine, US-amerikanische Schauspielerin und Schriftstellerin, *1934)
„Wahrnehmen, was alles nicht fehlt. Ankommen mit dem, was man hat. Erleben, was an Bedeutung verliert. Sich reich und beschenkt fühlen durch ganz andere Dinge. Sobald man die ersten Schritte auf dem uralten Pilgerweg getan hat, geht alles wie von selbst. Man erfährt und sieht Dinge, die man vorher nicht wahrgenommen hat. Man verändert sich und kann ein anderer Mensch werden. Ganz einfach so. Beim Gehen – auf dem Jakobsweg.“ (Renate Florl, deutsche Autorin von Wander- und Reiseführern)
Eine eindrückliche Bergwanderung im Quellengebiet der Aare
Grimselpass – Triebteseewli – Triebtesee Licken – Chrizegge – Grimselpass
Hallo zusammen
Kurz stellen wir uns vor. Wir heissen Bläueli und Grüneli und durften heute zum ersten Mal mit dem SAC Grosshöchstetten auf Tour gehen. Darüber haben wir uns ganz besonders gefreut.
Auf dem Grimselpass treffen wir auf eine aufgestellte und motivierte Bergwandergruppe. Dem Wetterbericht entnehmen wir bereits am Morgen, dass wir wohl nicht ganz trocken bleiben werden – und tatsächlich bestätigt sich dies im Laufe des Tages.
Unsere gute Laune lassen wir uns dadurch aber keineswegs verderben. Alle freuen sich, im eindrücklichen Grimselgebiet unterwegs zu sein, wo zugleich die Kantonsgrenze zwischen Bern und Wallis verläuft.
Nach Kaffee und Gipfeli starten wir auf der Grimsel-Passhöhe (2164 MüM) in Richtung Oberaar und steigen zur etwas höher gelegenen Husegghütte auf. Die Landschaft präsentiert sich in sattem Grün, farbenfrohe Alpenblumen setzen leuchtende Akzente, und das vom Regen benetzte Gestein schimmert besonders schön.
Der Weg führt über unzählige Steine. Mit Interesse beobachten wir, wie sich einzelne Teilnehmende scheinbar mühelos hüpfend von Stein zu Stein bewegen. «Gleichgewichtstraining» – so lautet, wie wir gelernt haben, der passende Fachbegriff dazu.
Heute kommt praktisch jedes mitgeführte Kleidungsstück zum Einsatz. Immer wieder wird der Regenschutz benötigt, später gesellt sich auch noch ein kräftiger Wind dazu. Zusätzliche Kleidung wird kurzerhand untereinander weitergegeben – ein schönes Zeichen der Kameradschaft.
Gemeinsam entscheidet die Gruppe, auf den kurzen Ab- und Wiederaufstieg zum Triebteseewli zu verzichten und stattdessen direkt zur Licken (2639 MüM) aufzusteigen. Für einen kurzen Moment öffnet sich der Himmel und gibt den Blick auf den Oberaargletscher frei. Dieses kleine blaue Himmelsfenster lässt erahnen, wie eindrücklich die Rundsicht bei schönem Wetter sein muss.
Wir, z'Bläueli u z'Grüneli, werden von der Gruppe jederzeit gut mitgetragen. Dafür sind wir sehr dankbar. Obwohl wir als Neulinge noch niemanden kennen, werden wir stets mitgenommen und nie vergessen. Herzlichen Dank dafür!
Den Mittagshalt halten wir wetterbedingt eher kurz. Anschliessend machen wir uns über die Chrizegge auf den Rückweg zum Grimselpass. Noch einmal führt der Weg über steiniges Gelände. Schon von Weitem sehen wir die zahlreichen Touristinnen und Touristen auf der Passhöhe. Auch der Lärm der Motorräder und Autos begleitet uns – für uns etwas ungewohnt, aber offenbar gehört dies auf einem beliebten Alpenpass einfach dazu.
Gut gelaunt, etwas nass, aber voller schöner Eindrücke erreichen wir wieder den Grimselpass. Es war eine abwechslungsreiche Bergwanderung in einer eindrucksvollen Hochgebirgslandschaft, die uns lange in Erinnerung bleiben wird.
Für die sorgfältige Organisation und die umsichtige Leitung dieser schönen Bergtour bedanken wir uns herzlich bei Peter und Ueli.
Beste Grüsse an Alle
Bläueli und Grüneli
die beiden Rucksäcke
Gratwanderung über die Pilatuskette
Samstag, 04.07.2026
LK 1169 + 1170 )Bereits beim Einsteigen in den Zug 07.18 Uhr ab Grosshöchstetten war den ersten fünf SAClern bewusst, dass es ein langer Tag werden könnte. Am Bahnhof Entlebuch vervollständigte Carmela unser heutiges Wanderteam auf 5 Frauen und 6 Männer. Das Postauto brachte uns über Finsterwald zum Ausgangspunkt Gfellen (1016 m.ü.M.).
Kurz nach neun Uhr nahmen wir, unter Stefans kundiger Führung, den ersten bereits happigen Anstieg in Angriff. Über kräftiges Wurzelwerk führte der Pfad durch den kühlen Bergwald steil aufwärts. Auf dem Risetestock hatten wir bereits die ersten 750 Höhenmeter bewältigt. Mit Auf und Ab erreichten wir nach rund zwei Stunden den Blauen Tossen (1802 m.ü.M.).E
Eine umwerfende 360°-Rundsicht erwartete uns hier. Um nur Weniges und Bekanntes zu erwähnen: Im Westen über dem Mittelland die ferne Jurakette, im Norden und recht nah der Sempachersee sowie das Alpnacher-Becken, verbunden mit dem Vierwaldstättersee. Gegen Süden beschnitt der mächtige Rücken des Pilatus etwas die Sicht auf die Alpenkette. Trotzdem grüssten neben vielen andern der Titlis, das Wetterhorn, die Schrattenfluh und sogar das Stockhorn.
Jetzt folgte die anspruchsvolle T3-Etappe, direkt unterhalb der langgezogenen Stäfelifluh. Über eine längere Strecke erleichterten Ketten und einzelne Eisen das Vorwärtskommen.
Nicht die erste Rast, aber nach 4 Stunden eine sehr willkommene, genossen wir auf der Tripoli-Hütte, wo wir gern unsere Flüssigkeitsverluste ausgleichen konnten.
Das nächste Highlight, und zugleich mit 1916 m den höchste Punkt, erreichten wir auf dem Mittaggüpfi, auch Gnepfstein genannt. Auch hier eine eindrückliche 360°Sicht! Anschliessend erwartete uns ein wunderschöner Gratweg durch einen lockeren Bergkiefernwald. Beidseits war er gesäumt mit üppigen Alpenrosen. In der folgenden mageren Pflanzenschutzzone war das Knabenkraut vorherrschend.
Nun ging es nur noch steil bergab, dem Eigental entgegen. Konzentration war gefragt, um unbeschadet über grobes Fels- und Wurzelwerk zu kommen.
Vielleicht war ich nicht der einzige, der froh war, auf der Brücke über den Rümlig-Bach endlich die Talsohle erreicht zu haben. Zügig und locker strebten wir über den kurzen Talweg der Alpwirtschaft Unterlauelen entgegen. Hier stillten wir genüsslich unseren Durst.
Eine letzte halbe Stunde benötigten wir noch bis zur Postautostation Eigental. In Malters wechselten wir auf die Schiene. Noch fünf Übriggebliebene erreichten um 20 Uhr den Ausgangsbahnhof.
Stefan Suter hat uns wieder eine einmalige Tour ermöglicht. Die sechs Wanderstunden mit den 2x 1200 Höhenmetern haben sich gelohnt. Vor allem die Gratstrecken und die permanente Rundsicht waren einmalige. Ihm und dem Co-Leiter Pesche Straumann gilt unser herzlicher Dank!
Peter Freiburghaus (ohne KI erstellt)
(Tripolihütte/Tripolitanienkrieg – rechechiere !)
Bericht von Beat Kämpf
Die Vorhersage des Niederschlags-Radars bewahrheitet sich bereits auf der Fahrt ab Solothurn: Regen. In Gänsbrunnen angekommen, «alarmiert» unser Tourenleiter die Bäckerei in Welschenrohr. Dort kommen wir - dem Regen sei`s gedankt - doch noch zum Startkaffee.
In der Wolfsschlucht meldet sich die Sonne bald zurück. Der Zwischenhalt hat sich gelohnt.
Lichter Buchenwald und der gebührende Abstand der sehr eindrücklichen Felsformationen der Schlucht erwecken den Eindruck einer gewissen Weite und lassen den Wanderer frei atmen. In etwa einer Stunde ist der Lochboden auf 898 m erreicht, und bald essen wir. Betreffend die Sicht von unserem Rastplatz aus steht zwar die Welt nicht Kopf, jedoch präsentiert sich die erste Jurakette (Weissenstein - Röti - Balmfluhchöpfli) von der «falschen» Seite. Weil wir darauf vorbereitet waren, bewältigen wir ohne Verdauungsbeschwerden als Zugabe den etwas anspruchsvolleren, lohnenden Auf -und Abstieg Bärenloch.
Auf dem Weg nach Welschenrohr grüssen von den Felsen zum Abschied eine Gämse und ihr Junges.
Bäckerei & Café, Reto`s Spezialitäten wird von uns vor der Heimreise mit einem zweiten Besuch beehrt. Nun werden kühlere Getränke serviert.
Besten Dank an unsere beiden Tourenleiter Markus Sinniger und Barbara Hofer!
KRAUCHTHAL -BURGDORF, Via Jakobi 2
Mittwoch, 27. Mai 2026
Wanderung Seniorinnen/Senioren
Bahnhof Grosshöchstetten 08:35 Uhr, mit dem Zug nach Walkringen, danach Bus nach Worb-Bolligen-Krauchthal Post Ankunft 09:40 Uhr, Einstiegskaffee im Restaurant Hirschen Krauchthal.
Dorf Krauchthal liegt in einem vom Gletscher geprägten Tal. Beim Rückzug der Gletscher sind Flussgerölle abgelagert worden. Zeugen der Eiszeiten sind die Gesteinsablagerungen. Die Verteilung der Ablagerungen zeigt, dass Krauchthal und seine Umgebung während der Eiszeit vom Gletscher bedeckt waren.
Hoch über Krauchthal gibt es Sandsteinbrüche. Der mächtige, breite Felsen der Brecherfluh ist zum Wahrzeichen von Krauchthal geworden. Zuerst wandern wir auf einem schmalen, steilen Sandsteinpfad bis zum Aussichtspunkt Chrützflueh-Chrache. Dort hören wir von der gefährlichen Arbeit der «Schroter» (Steinbrecher). Unterwegs Mittagsrast, jeder sucht eine passende Sitzgelegenheit, um den Rucksack zu plündern und auszuruhen.
Die Wanderung geht danach durch Wald und Wiesen weiter und immer wieder taucht Sandsteingebirge auf. Die weichen verdorrten Blätter auf den auf-und absteigenden Wanderwegen waren für unsere Füsse eine Wohltat.
Aufstieg 475Hm – Abstieg 510Hm
Im Restaurant Hofgut Burgdorf erfrischen wir unsere durstigen Kehlen und die müden Wanderbeine, die sich inzwischen erholen können.
Therese Krähenbühl
Bericht von Roland Rothen
Kurz vor 8 Uhr treffen wir uns alle beim Bahnhof Grosshöchstetten, per Bahn geht’s via Konolfingen, Bern, Neuenburg nach Cernier im Val de Ruz, nach einer kurzen Busfahrt erreichen wir unseren heutigen Ausgangspunkt, ab hier wird gewandert, vorerst gibt es noch den obligaten Kaffeehalt mit ½ Gipfeli.
18 Personen, 10 Frauen, 6 Männer beginnen nun die Wanderung unter der kundigen Leitung von Ute Meerstetter und Markus Sinniger, dafür bedanken wir uns herzlich!
Wir erreichen den Park Evologia, botanisch, kulturell sowie landwirtschaftlich äusserst interessant, leider fehlt uns da die Zeit um die Besichtigung vertieft anzugehen. Wir marschieren an Kunstwerke vorbei, die überdimensional einen Käfer, ein Vogel, eine Hand etc. darstellen, zum Teil alles aus Weiden geflochten.
Weiter geht’s durch die Talebene des Val du Ruz zum Dorf Engollon mit der ältesten Kirche im Kanton Neuenburg, erstmals erwähnt im Jahr 1228. Im Mittelalter war Engollon das religiöse Zentrum des ganzen Val-de-Ruz. Besonders bekannt ist die Kirche wegen ihrer Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Heute gehört die Kirche zu den geschützten Kulturgütern der Schweiz.
Wir wandern bis zum Waldsaum hoch, von da kommt dann der finale Aufstieg, ca. 350 Höhenmeter bis zum Gipfel, oder besser gesagt Krete.
Vorerst gibt’s noch den verdienten Mittagshalt mit Verpflegung aus dem Rucksack.
Zirka 1 ½ Std. Aufstieg, angenehm steigend, immer im kühlen Wald.
Wir erreichen die Krete des Chaumont (1180m) dann mehr oder weniger flach bis zur Standseilbahn.
Die meisten von uns ersteigen noch den bekannten Aussichtsturm (1912) erbaut. Eine fantastische Aussicht auf den ganzen Neuenburgersee, das Mittelland und bei guter Sicht die Alpenkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau bietet sich an. Der Chaumont ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte der Region.
Ein kurzer trinkhalt, dann fahren wir mit der Bahn runter nach Neuenburg, wir sind alle froh, dass wir den Abstieg nicht zu Fuss bewältigen müssen, …..steil, steil!
Eine kurze Busfahrt bringt uns zum Gare du Nord, Neuenburg.
Den Aufenthalt bis zur Abfahrt des Zugs verkürzen wir uns mit einer wohlverdienten Glace.
2 Wanderinnen verlassen uns schon in Neuenburg, die restlichen besteigen den Zug nach Bern, Brünnen (infolge Umbau) mit dem Tram zum Europaplatz und von da mit der S-Bahn über Bern nach Konolfingen, wir verabschieden uns von Priska, Daniela und Jonas, wir steigen um und fahren weiter nach Grosshöchstetten.
Eine wunderschöne Wanderung, ein ereignisreicher schöner Tag, geht für uns alle zu Ende.
Um 7 Uhr 45 Uhr war Besammlung in Grosshöchstetten. Mit dem Zug ging
es nach Bern und dann zum Ausgangsort der Wanderung nach Düdingen. Im
Bahnhofbuffet von Düdingen gab es zuerst einen Kaffeehalt und dann
ging es entlang des Düdingerbaches zum Klangweg. Erste interessante
Informationen über diesen Themenweg gab es von Barbara
Der Sinn- und Klangweg ist eine besondere Themenwanderung zwischen
Düdingen und Freiburg und verbindet Naturerlebnis mit kulturellen und
akustischen Entdeckungen. Auf einer Strecke von etwa knapp 11
Kilometern führt die Route entlang des idyllischen Schiffenensees und
lädt dazu ein, in eine sphärische Welt der Sinne einzutauchen. Der Weg
mit den 15 interaktiven Klangobjekten war sehr eindrücklich. Auch wenn
es ab und zu leicht regnete, konnten wir diese Wanderung geniessen.
Kurz vor der Brücke über die Autobahn ging es zum nächsten Highlight.
Eingegraben in eine Felswand, hoch über dem Schiffenenstausee in Räsch
bei Düdingen, liegt die Magdalena-Einsiedelei. Der Ort gehört zu
Freiburg grossen Sehenswürdigkeiten und ist in ihrer Form schweizweit
einzigartig. In dieser idyllischen Umgebung war der Mittagshalt. Kurz
darauf begann es stärker zu regnen, weshalb einige von uns das
Mittagessen drinnen in der Grotte einnahmen. Wiederum erzählte Barbara
über diesen geschichtsträchtigen Ort.
Nach der Besichtigung der Magdalena Einsiedelei ging es unter der
Autobahn durch und wir wanderten Richtung Grandfey-Brücke. Die Brücke
beeindruckt die Menschen schon seit langer Zeit. Unter anderem auch
deshalb, weil der Graben auf einer Fussgängerbrücke unter den Gleisen
zu Fuss überquert werden kann. An beiden Enden der Fussgängerbrücke
befindet sich eines der wichtigsten Werke des Minimalismus in der
Schweiz. Es wurde 1988 vom Künstler Richard Serra realisiert. Die
Erklärungen über das grandiose Bauwerk machten wiederum Barbara und
das ausgezeichnet.
Entlang der Eisenbahnlinie ging es zum Abschluss der Wanderung in die
‘Auberge aux 4 Vent’. Ein Restaurant mit viel Charme und gerade
richtig für den Abschluss dieser wunderbaren Wanderung.Mit vielen
Eindrücken über Natur, Kultur, Geschichte und Architektur ging es
zurück nach Grosshöchstetten. Vielen herzlichen Dank an Barbara und
Markus für die ausgezeichnete Organisation. Othmar
6 Bio Biker: Peter, Martin, Rico, Ruedi, Philipp, Ueli
Streckenverlauf: Start in Grosshöchstetten – Steinen – Finstergraben – Schüpbachsageli – Stockernhüsi – Chapf weiter über Wanderwege nach Eggiwil – Aeschau – Mutten – Zäziwil – Mirchel – Grosshöchstetten
Länge: 40 km
Dauer: 5 h
Aufstieg: 800 m
Schlusstrunk: Im Retaurant Pintli in Mirchel
Wetter: Warmer Frühlingstag 22°
Mittwoch 29. April 2026 Wanderung Boll-Krauchthal auf dem Jakobsweg
Um 10 Uhr war Besammlung in Grosshöchstetten. Das Postauto brachte uns (10 Personen) nach Worb, dort stiegen wir in das Worbbähnli. Im Boll warteten zwei weitere SAC-ler auf uns. Ute Meerstetter leitet die Tour und Barbara Hofer macht den Schluss. Ute begrüsste im Boll zum ersten Teil des Jakobsweges.
Gemütlich wanderten wir den alten Utziger hinauf zum Weiher und dann hinauf zum Schloss und Altersheim Utzigen. Von dort führt eine Treppe hinauf zum Hubel. Dort zeigte sich die prächtige Aussicht auf den Bantiger und den Dentenberg. Flach ging es weiter über die Almit, beim Waldeingang Pt. 825 machten wir Mittagsrast. Weiter marschierten wir im schönen Wald durch den Wull. Beim Sonnenrain am Waldrand zeigten sich wieder die Hügel und Heimwesen auf der gegenüberliegenden Seite vom Lindental. Die Sonne zeigte sich kaum aber wir blieben trocken. Im Tannenboden tauchten wir wieder in den Wald bis auf der andern Seite der Blick hinunter auf das Dörflein Tanne im Lauterbachtal frei wurde. Dann führte uns der Weg hinab zum Betrieb Schwändi welcher früher zu der Straffanstalt Torberg gehörte. Im alten Spicher lud der Hofladen zum «schnöiggen» ein. In Sichtweite der Strafanstalt erzählte uns Ute die Geschichte vom Torberg: Burgherren und später Mönche walteten dort über viele Jahre bis Bern den Torberg übernahm und Landvögte einsetzte. Es entstand eine Armenfürsorge- und Zwangserziehungsanstalt, welche sich später zum Gefängnis entwickelte. «Der höchste Berg im Kanton Bern sei der Torberg, weil es so lange dauert bis man wieder unten ist». Ute führt uns neben dem Gefängnis durch zu der Busshaltestelle Krauchthal. Über Hueb gelangen wir nach Bolligen und per Bahn und Postauto zurück nach Grosshöchstetten. Herzlichen Dank an Ute und Barbara für diese schöne Wanderung. Hans und Rosmarie