Tourenberichte

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Jubi-Skitour auf den Tödi, 15.-17.3.2013

Fotos erscheinen hier demnächst---
Bericht von Stefan Umiker : Freitag 15. März 2013

Kurz vor 6.00 sind wir in Niederlenz vollständig versammelt. Dank dem flexiblen Tourenleiter müssen wir Lenzburger nicht nach Aarau oder Kölliken und wieder zurückfahren. Für die  10 Teilnehmer und 2 Tourenleiter geht's dann mit 3 Autos Richtung Glarus (via West-Umfahrung) los. Wir schaffen es, trotz regem Verkehr, zügig bis Linthal zu fahren. Dort legen wir einen Kaffeehalt ein. Für Beni steht bereits die erste Entscheidung auf dem Programm: Starten wir die Tour wie vorgesehen, oder gehen wir auf dem Hüttenweg zur Fridolinshütte ?  Gemäss Wetterbericht sind Aufhellungen für den heutigen Freitag  zu erwarten, diese beginnen aber im Westen. Beni entscheidet sich für die ursprünglich vorgesehene Variante. Wir fahren auf der schneebedeckten Strasse auf den Urnerboden. Anschliessend  schweben wir mit der 6-Seilbahn Richtung Fisetenpass auf ca. 1900 m ü M. Wir starten in zwei 6er Gruppen bei kalten Temperaturen. Zeitweise im Nebel, steigen wir zum Gemsfairenstock auf. Oben angekommen, kurzes Händeschütteln, Felle abmontieren und nichts wie runter. Bei besserem Wetter und herrlichem Pulverschnee kurven wir mit unseren Ski via Beggilücke Richtung Ober Sand ab. Knapp oberhalb des Talbodens stehen wir vor Felsbänder. Wir müssen uns hier zuerst noch eine gute Umfahrung suchen. In der Ebene Ober Sand werden wir eingenebelt. Dies erschwert uns den Aufstieg zum Ochsenstock. Beni und Urs müssen in einem schwierigen Hang  spuren. Nachdem sich der Nebel verzogen hat, sehen wir unsere Spur im Talboden. Diese verläuft nicht gerade, sondern macht einen rechten Bogen. Meine erste Erkenntnis an dieser Tour: Gerade auslaufen im Nebel ohne Kompass ist nicht so einfach, wie es scheint. Vom Ochsenstock fahren wir, umgeben von kantigen Glarner Bergen, bis in die Fridolinshütte. Dort erwartet uns die erst heute eröffnete SAC-Hütte mit frostigen Zimmertemperaturen, eine freundliche Hüttencrew und ein feines Essen mit Tiramisu als Dessert. Schon früh am Abend kuscheln wir uns erwartungsvoll unter die kalten Bettdecken und freuen uns auf die morgige Tour.

Samstag 16. März 2013

Tagwache  4.45. Das Aufstehen fällt einigen recht leicht, denn beim Zmorge können sie sich aufwärmen (vor allem Petr, der mit einem Duvet vom 1.50 Meter Länge entweder einen kalten Kopf oder kalte Füsse hatte). Bei Tagesanbruch steigen wir auf den Bifertenfirn. Auf diesem Gletscher ist nach kurzer Zeit jedoch kein Weiterkommen mehr möglich, so dass wir via der steilen Rinne Schneerus aufsteigen müssen. Dies natürlich erst nach dem Montieren der Steigeisen und dem Aufbinden der Skier. Wir benötigen ca. 1 Stunde für diesen Aufstieg und kommen dabei ins Schwitzen und ausser Puste. Oberhalb dieser Rinne  geht's wieder auf den Skier weiter. Die Luft wird dünner, die Motivation steigt, und bis um 12.00 haben es alle geschafft.  Juhe wir stehen auf dem Tödi, 3610 m, bei herrlichem Sonnenschein, guter Fernsicht, und schiessen ein Foto mit allen 4 Gipfelstürmerinnen und 8 Gipfelstürmer und dem SAC Werbebanner: 150 Jahre SAC Aarau. Nicht alle stehen gerne Pose für ein Foto, doch nach einiger Überzeugungsarbeit gelingt dies doch. Die Abfahrt ist anspruchsvoll, denn die Schneeverhältnisse ändern laufend. Wie schon vermutet, fahren wir die steile Schneerus hinunter. Thomas hat Pech, denn die Bindung seines Skis öffnet sich in diesem steilen Couloir. Ich möchte an dieser Stelle nicht schreiben, was Urs über diese Skibindung sagt. Thomas hat aber die Nerven, im Couloir die Steigeisen zu montieren, obwohl die Skifahrer, von oben her, immer wieder Schnee zu ihm 'hinunterschaufeln'. Bei aufkommendem starkem Föhn erreichen wir müde und glücklich die Fridolinshütte. Dort wartet auf Beni eine schwierige Entscheidung: Heute noch ins Tal hinabfahren (wegen schlechter Wetterprognose für den morgigen Tag) oder in der Hütte bleiben. Da die meisten Teilnehmer doch recht müde sind, bleiben wir und feiern und 'meiern' unseren Gipfelerfolg.  Der Wind wird nun zum Sturm und die gute Stimmung  wird zur Ausgelassenheit. Der Gang zur Aussen-Toiletten  wird  wegen diesem Föhnsturm zur Mutprobe. Jemand ist sogar der Meinung, dass wir ein Fixseil für den WC Gang montieren müssten. Und wer hätte das gedacht: Der Wind übertönt in der Nacht noch die  Schnarch Geräusche der müden Skitourenfahrer.

Sonntag 17. März 2013

Tagwache 7.00: Etwas Ungewohntes, so spät in einer SAC Hütte. Da wir wetterbedingt sowieso nur noch ins Tal hinabfahren, eilt es nicht. Monika, die heutige Stellvertreterin von Gabi, serviert uns zum Zmorge Birchermüesli und frisch gebackenen Zopf. (Dies wäre doch ein Grund zu bleiben) Und nun folgt die doch schwierigste Entscheidung für Beni und Urs. Ist es möglich mit einer 12er Gruppe bei Föhnsturm,  und der ändernden Lawinensituation ins Tal zu gelangen? Nach diversen Telefonaten, Besprechungen und Abwägungen, starten wir kurz nach 9.00. Der Wind bläst uns beinahe aus den Skischuhen und windet auch fast unsere leichtgewichtige Ruth davon. Zum Glück haben wir nur versierte Skifahrer und disziplinierte Teilnehmer dabei. Im unteren Teil wird der Wind glücklicherweise schwächer. So können wir auch noch Gämsen bewundern. Wir kurven mit unseren Skier via Hinter Sand, Vorder Sand bis zur Strasse in Tierfeld. (Ich weiss nicht wo es hier Sand haben soll, habe nur Schnee und Felsen gesehen. Vielleicht sollte ich Mal im Sommer die Fridolinshütte besuchen). Von Tierfeld fahren wir mit dem Alpentaxi auf den Urnerboden und geniessen bei einem letzten Kaffee unseren Gipfelerfolg. Gemäss Programm wären wir mit den Skiern via Ober Sand und Gemsfairenlücke auf den Urnerboden gelangt. An dies war aber an diesem Tag nicht zu denken, da ja schon die Abfahrt ins Tal ein Abenteuer war. Meine zweite Erkenntnis nach dieser Tour: Bei schlechten Wetterbedingungen, wird eine Skihochtour zu einer echten Herausforderung für alle.  Denn bei schlechter Sicht  und pfeifendem Wind, wird auch die Kommunikation erschwert. Wenn dann noch eine gute Spur im Schnee fehlt, wird es doppelt schwer. Unser Dank gebührt folglich vor allem Beni und Urs, die viele schwierige Entscheidungen zu treffen hatten, und natürlich auch allen Teilnehmern, die etwas zur Tour und zu der guten Stimmung beigetragen haben.                     


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